Fünfter Platz für Anna Monta Olek bei WM-Premiere

Im kasachischen Almaty war am Samstag der bisher wohl wichtigste Tag in der Judo-Karriere von Anna Monta Olek. Als siebte der Weltrangliste ging sie in der Gewichtsklasse -70 kg als eine der Favoritinnen an den Start und bahnte sich den Weg in das kleine Finale.

Fotos: IJF / Alenezi Fawaz

Auf dem Weg dorthin hatte sie es im Auftaktkampf mit der Kanadierin Alexandra Lefort zu tun. Nach einem ausgeglichenen Kampf im Stand sicherte sie sich im Boden ihren ersten Sieg durch einen Sankaku-Haltegriff nach knapp eineinhalb Minuten. Gegen die Lettin Una Dolgilevica brauchte sie etwas länger. Tiefe Ansätze der Osteuropäerin brachten sie ein einige Male in Gefahr, doch Anna Monta Olek ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Zwei Waza-ari durch ihre Spezialtechnik, den Uchi-mata, den sie aufgrund ihrer langen Beine extrem gefährlich ausführen kann, sorgten für den nächsten Sieg und den Einzug ins Poolfinale. Hier wartete die zuletzt sehr erfolgreiche Polin Katarzyna Sobierajska, Vize-Europameisterin und Siegerin von zwei European Cups in der Saison 2019. Doch die niedersächsische Athletin stand diesen Erfolgen in nichts nach. Auch sie gewann in diesem Jahr zwei ECs und feierte beim EYOF die Bronzemedaille. Ein Duell auf Augenhöhe kündigte sich an. Doch gegen die starke Polin, die mit einer unorthodoxen Grifferöffnung kämpfte, fand Olek nicht ihre eigene Linie. Ein Sumi-gaeshi mit anschließendem Haltegriff verfrachtete sie in die Trostrunde.  Die quirlige Mongolin, die dort auf sie wartete, war zwar schwer zu werfen, doch im Boden machte die Schülerin den Sack zu. Ein Würger – und das kleine Finale war gesichert.

Die kommende Gegnerin aus den Niederlanden hatte sie in diesem Jahr schon einmal geschlagen. Beim European Cup in Berlin triumphierte sie im Finale gegen Yael van Heemst und feierte einen ihrer größten Erfolge diesen Jahres. Wie schon im denkbar knappen Duell in Berlin standen sich die Athletinnen in nichts nach. Wieder ging der Kampf ins Golden Score. Leider mit dem besseren Ende für ihre Gegnerin. Einem Sode-tsuri-komi-goshi konnte sie in der Verlängerung nicht ausweichen und musste sich mit dem undankbaren fünften Platz zufrieden geben.

Auch wenn die Enttäuschung wohl erst einmal überwiegt, ist dieser fünfte Platz eine Bestätigung der konstant starken Leistung der vergangenen Saison. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die Hannoveranerin im nächsten Jahr, wenn sie in der nächst höheren Altersklasse bei den Junioren mitkämpft, schlagen wird.